Das Tagebuch einer Seifenkiste

Schön, dass Sie sich für mich interessieren, aber, aber, nicht so schnell, eigentlich wollte ich mich erst einmal vorstellen. Ich bin’s, die Seifenkiste des St. Augustinusheims in Ettlingen, nein, auch das war sehr ungenau, denn wie soll ich mich denn ordentlich vorstellen, wenn ich noch gar nicht da bin, also nochmal von Anfang (Updates vom 04.05., 11.05., 18.05, 25.05., 29.05., 01.06., 08.06., 29.06., 06.07., 09.07., 13.07., 16.07., fertig!):

Schon seit mehreren Monaten schwirrte im Kopf einer gewissen Frau Mohr (Lehrerin an der St.Augustinus-Schule) die Idee im Kopf herum, zusammen mit der Stupfericher Jugendwerkstatt (SJW) ein gemeinsames Projekt zu gestalten. Seit ein paar Jahren gibt es nämlich zum einen die besagte Jugendwerkstatt, zum anderen einmal im Jahr ein Seifenkistenrennen und schon war die Idee geboren, ich natürlich noch nicht, das ist eine längere Geschichte, mehr beim nächsten Mal…

Januar 2011

Hallöchen, hier bin ich also wieder. Als nächstes trafen sich dann Frau Mohr und Herr Eyerer von der SJW zu ersten Planungsgesprächen, und so langsam wurde aus der Idee ein Plan, ja, es ging um mich, die Seifenkiste. Klar ist, dass man nicht so einfach drauf los bauen kann, man braucht Leute, sowohl Erwachsene als auch Jugendliche, die zusammen überlegen, wie ich genau werden sollte und so wurden weiter Fühler nach Leuten ausgestreckt, die das Projekt betreuen sollten. Als technischer Begleiter von Seiten der Schule kam Herr Grünling hinzu, von Seiten der Jugendwerkstatt Frau Krause (sie gehört zum Theo-Prax-Team am Fraunhofer-Institut (ICT) in Pfinztal sowie Herr und Frau Riem). Soweit für heute, ich melde mich wieder, wenn es was Neues gibt…

Februar 2011

An einem kalten und windigen Morgen trafen sich die genannten Erwachsenen vor der Jugendwerkstatt und stellten ein Konzept auf, mit dem es den vier Schülern, die sich spontan für mich interessierten, ermöglicht werden sollte, mich zu bauen. Sie überlegten einen Zeitplan, denn mein Geburtstermin stand schon fest: am 16. Juli 2011 soll ich bei einem Seifenkistenrenne mitfahren, das hört sich ganz schön spanend an, aber eigentlich gibt’s mich ja noch gar nicht… bis bald…

16.03.2011

Heute ist es endlich so weit, der erste Termin für die Jungs in der Jugendwerkstatt, ich schwirre bereits auch schon in ihren Köpfen herum, aber trotz der großen Ungeduld geht es doch nicht ganz so schnell. Zuerst lernen sich alle einmal kennen, Herr Eyerer und Frau Krause haben Verschiedenes vorbereitet und zunächst soll sich jeder mal vorstellen, und zwar mit einer kleinen Werbung für sich selbst, und da erfahren alle, was jeder einzelne gut kann.
Dann geht es plötzlich wieder um mich, die Jungs sollen benennen, wie ich aussehen soll, wow, was die so alles nennen! Klar, Bremsen, Räder, Lenkung, Überrollbügel und weitere Bauteile brauche ich, sonst wird’s mit meinem großen Auftritt im Juli nichts. Die Jungs verteilen die Aufgaben unter sich. Danach sammeln sie alle wichtigen Fragen, ach, wie aufregend, jetzt geht es sogar darum, ob ich einen Zwilling bekommen soll, meine Größe, das Material, die Anzahl sowie die Art der Räder. Leider lassen sich erst mal nur wenige der Punkte klären und ich soll nun für die nächsten beiden Wochen als Hausaufgabe in den Köpfen weiterspuken. Werden wir Zwillinge? Ja, dann fallen Kosten doppelt an und die Verantwortung wird größer pro Schüler, ja, die Arbeit übrigens auch…
Da es auch an diesem Termin wieder recht kühl in der Jugendwerkstatt war, musste nun was Praktisches gearbeitet werden. Die Jungs stellten jeweils einen Kreisel aus einer Holzscheibe her, der krönende Abschluss war ein Wettkreiseln.

30.03.2011

Hallihallöchen, heute geht’s ans große Planen, aber erst mal wieder ein paar Aufwärmübungen für die einzelnen Teams von Dörthe: Da mussten verschiedene Bilder gemalt werden, allerdings mussten beide Partner den Stift halten und durften sich nicht absprechen, naja, wenn die sich bei meiner Planung genauso anstellen, weiß ich wirklich nicht, ob ich je eine fahrtüchtige Seifenkiste werde. Spaß scheint es aber allemal gemacht zu haben ☺
Danach wurde viel diskutiert, sollte ich eine Einzelkiste werden oder vielleicht einen Zwilling bekommen, solche grundlegenden Fragen stellten die Jugendlichen vor wichtige Entscheidungen. Damit die Überlegungen gut nachzuvollziehen waren, erstellte Dörthe ein Plakat mit Gründen dafür und dagegen. Am Ende gewann die Seite mit mehr Argumenten, DAFÜR!! Ich bekomme also einen Zwilling!! Juhuh!!

 

Der Tag endete mit einer Hausaufgabe: MATERIAL SAMMELN!!

13.04.2011

Moin, moin, nach einer zweiwöchigen Zwangspause trafen sich heute wieder unsere Schöpfer. Zuerst schauten sie sich mal an, aus welchen der mitgebrachten Fahrradteile was zu machen ist. Das war wieder ganz schön aufregend für mich. Was die da alles hatten:

  • 5 Felgen
  • 2 Fahrräder
  • 2 Rahmen
  • ½ Fahrrad und
  • sogar eine Motorhaube,

dabei darf ich doch gar keinen Motor bekommen, so steht’s nämlich in den Turnierbedingungen für den großen Auftritt. Und dann gings richtig los. Aus Vierkantstahl wurde versucht, einen Rahmen für den Dreirädrigen herzustellen, irgendwelche technischen Schwierigkeiten traten auf, aber der Hans wollte sich bis zum nächsten termin schlau machen und sich darum kümmern, dass es dann bestimmt klappt. Aber Schweißen ist auch was Spannendes, da wird es so hell, dass man eine Schutzmaske braucht und auf keinen Fall in die Flamme schauen darf. Das sieht dann so aus

Hinter einem der Holzschuppen passierten ganz andere Dinge: Dort mussten erst mal die Maße auf die Motorhaube übertragen werden und dann ging’s ans Flexen, das ist auch sowas: Sieht leichter aus als es wirklich ist. Zum Glück war die Haube breit genug, am Ende gab’s doch ne einigermaßen gerade Schnittkannte:


Außerdem schlägt die Angelegenheit richtig Funken!!! Das Teil soll dann tatsächlich als vordere Abdeckhaube dienen, damit noch windschnittiger werde ☺ Aber mit der Abdeckung alleine werde ich wohl nicht mitfahren können, ich brauche ja auch noch ein Fahrgestell mit Rädern. Daher wurden gleichzeitig Fahrräder zerlegt und unnötige Bauteile abmontiert.

Nun ja, nach drei Stunden Arbeit nehme ich langsam Gestalt an, bin schon sehr aufgeregt, wie es weiter geht, aber ich muss mich noch ein wenig gedulden, denn jetzt sind erst einmal Osterferien, weiter geht’s am 04.05.2011

04.05.2011

Uaaa, gähn…nach meinem dreiwöchigen Frühjahrsschläfchen (Osterferien) bin ich wieder da, und jetzt geht was: Heute überlegten alle gemeinsam, wie man mir einen Rahmen verpassen könnte. Den brauche ich nämlich, damit ich im Juli meine beiden Fahrer sicher ins Ziel bringe. Erst mal wurde geschaut, was denn schon alles da ist

Die beiden Fahrradrahmen werden meine Seitenteile und die Motorhaube soll vorne zwischen die Räder, also praktisch über den Motor (falls ich einen hätte, aber das ist laut Rennbedingung nicht erlaubt). Aber darüber erzähle ich euch später mehr.
Damit die Vierkantrohre auch ordentlich mit den Fahrradrahmen verbunden werden können, wurde heute fleißig an den Verbindungsstellen gefeilt, damit es auch richtig passt.

Zwischendurch mussten auch die Erwachsenen immer wieder besprechen, wie das Projekt weiter geht, bei strahlendem Sonnenschein :

Fürs 3-rädrige Modell wurden heute die Rahmenteile zugeschnitten (dafür gabs extra nigelnagelneue Vierkantstahlrohre!!) und das Grundgerüst kann sich doch schon mal sehen lassen, oder?

Abschließend haben alle gemeinsam besprochen, wie es denn nächste Woche mit mir/uns weitergehen soll, ich bin ja schon aufgeregt, denn nächste Woche wird’s wohl richtig heiß, lassen wir uns überraschen…tschüssi…

11.05.2011

Na, Überrascht? Wie schon angekündigt, wurde es heute heiß. Die beiden Fahrradrahmen wurden mit den ausgefeilten Vierkantstahlrohren verschweißt. Schweißmasken sind Pflicht, da die Flamme die Augen schädigen kann, wenn man direkt hineinschaut. Schließlich sollen meine Piloten beim großen Auftritt ja auch noch was sehen…

Dem Dreirad wurden heute die Räder „anprobiert“, scheint doch wunderbar zu klappen ☺
Zum Abschluss war klar: Ich brauche neue Mäntel, Schläuche und andere Verschleißteile, die leider von den alten Rädern nicht mehr funktionstüchtig waren. Also, Einkaufszettel schreiben: Felgenbänder, Schläuche, Mäntel, Schrauben…schließlich soll es nächste Woche weitergehen…

18.05.2011

Hallo, da bin ich wieder, der Countdown läuft…noch 2 Monate! Heute sollen die Rahmenkonstruktionen fertig werden: beim Dreirad geht’s voran und Tom kann schon einmal probesitzen:

Hier wurde heute noch die Aufhängung für mein Vorderrad angeschweißt, aua…schon wieder so ne Hitze!!

Bei der Arbeit am „Vierrad“ gibt’s heute Schwierigkeiten: Die Schweißstellen halten nicht, mehrmals bekomme ich heiße Seitenteile, aber das angerostete Rohr, dass meinen Rahmen stabilisieren soll, will einfach nicht halten, am Ende des Tages müssen die Schweißer erst einmal etwas frustriert aufgeben…nächste Woche geht’s weiter…

25.05.2011

Tja, schon wieder ne Woche rum, heute gings an meinem Dreirad nochmal ans Schweißen, mal wieder saß einer meiner Fahrer Probe. Ich finde ja, er schaut noch etwas skeptisch…

Mein vierrädriger Zwilling dagegen bekam heute schon mal seine Bodenplatte zugesägt. So langsam bekomme ich ne Ahnung, wie wir beide mal aussehen sollen:

Hier sieht man die Arbeit beim Sägen mit dem elektrischen Fuchsschwanz, gar nicht so einfach, dabei immer auf der Linie zu bleiben. Ich bekomme zum Abschluss noch zwei Querstreben eingeschweißt, damit ich stabil genug bin:

29.05.2011

Hallihallo, heute melde ich mich mal „außer Plan“, denn es ist Sonntag. Nee, heute war nix mit Bauen, heute haben sich meine „Erschaffer“ beim Seifenkistenrennen in Völkersbach die „Konkurrenz“ angeschaut. Beim dortigen Rennen gingen 7 Wagen an den Start, aber von der Bauweise war nix dabei, was sich uns beiden ähnelt. Ganz verschieden und ganz interessant. Und ne Menge Zuschauer waren da, also wenn bei unserem großen Auftritt auch so viele kommen, dann werden wir wohl richtig berühmt. Wir zeigen hier extra keine Bilder von den Anderen, so bleibt unsere Einzigartigkeit gewahrt, hihi, aber aufregend war‘s und jetzt noch warten bis nächsten Mittwoch….tschüssi…

01.06.2011

Endlich ist wieder Mittwoch, ich hab‘s kaum ausgehalten…heute wurden im vorderen Bereich noch die Streben zur Verstärkung des Vorbaus zugeschnitten und verschweißt, sodass ich richtig stabil den Berg runterkomme, schließlich soll ich ja meine beiden Fahrer auch vernünftig tragen können.

Ja, und Kleider machen schließlich Leute, oder? Das bedeutet für mich die Haube, die als Verkleidung über meine Vorderräder gehen soll. Grundiert mit grau und der Decklack in rasantem Rot…leider war die Farbe leer, das muss auf die Einkaufsliste. Ansonsten Streben schweißen; ich fühle mich heute etwas nackt, so ganz ohne Räder…bin aber schon aufs nächste Mal gespannt.

08.06.2011

Heute gings nur am Dreirad weiter, Personalausfall am Vierrad, dafür gab‘s aber genügend Probleme. Der Großteil des Arbeitstages ging für meine hintere Achse drauf, die Halterung des ehemaligen Fahrradzahnkranzes ließ sich nicht in beide Richtungen frei drehen, also Narbe ausbauen und Schraubenteile lösen, fast wie ne OP, ganz in der Mitte der Achsenlagerung. Aber OP geglückt…Rad dreht sich frei in beide Richtungen.

Und zum Schluss scheint mein Probefahrer doch richtig Spaß zu haben, aber jetzt sind erst mal Ferien, in drei Wochen geht’s weiter…

29.06.2011

So, die Ferien sind vorbei und jetzt geht’s in die heiße Phase, tja, es sieht so aus, als wäre der Geburtstermin (16.07.) falsch errechnet worden, aber so ist es jetzt und heute haben wir beide wieder etwas mehr Form angenommen. Beim Drei-Rad ging es darum, die Bremsvorrichtung (bestehend aus zwei Fahrradgabeln, siehe Bild) an die Grundkonstruktion anzuschweißen, das hat den Vorteil, dass man sich nicht noch die Bremse konstruieren muss und mit vorhandenem System arbeiten kann, zum Schluss wurden die Bremszüge verlegt, sodass die Bremsen beim nächsten Termin vielleicht fertig werden.

Mein vierrädriger Zwilling wurde auch mehr und mehr zu einem Gefährt. Halterungen für die Bodenplatte in die Konstruktion bohren und Bodenplatte zuschneiden sowie stabilisieren. Große Frage ist noch das Bremssystem, bin mal gespannt, ob ich fertig werde.

06.07.2011

Ja, da bin ich wieder! Heute haben die Jungs festgestellt, dass mein Boden vorne  zwischen den lenkbaren Rädern zu instabil ist, aua, ich hab `nen Riss in der Bodenplatte. Die Kräfte waren wohl doch zu stark, also kam mal vorerst eine stabile Dachlatte darunter. Zusätzlich sollte ich noch ne Stütze zur Querstrebe bekommen, die am Boden verschraubt werden sollte. Ansonsten bekam ich zwei Schalensitze, außerdem eine Schutzverkleidung der Hinterräder, damit keiner meiner Fahrer hineingreifen kann, schließlich will ich ja niemand verletzen. Also alles beim Alten, schweißen (da wird’s mir ja jedes Mal richtig heiß!!), schrauben, sägen, feilen…

Ach ja, heute habe ich mehrere kleine Ausfahrten auf dem Gelände der Jugendwerkstatt gemacht, echt spaßig, aber mit Bremsen wäre mir ehrlichgesagt wohler!!
Hier seht ihr meinen dreirädrigen Zwilling, ach ja, bevor ichs vergess, wir haben jetzt Namen, also ich bin „No Name“. Leider war auf der Anmeldung zum Rennen kein Namen angegeben, so hat Frau Mohr also entschieden, wie wir heißen. Bei mir wurden heute die Bremsen fertig und an der Bodenplatte weiter gearbeitet.

Da es jetzt wie schon gesagt, zeitlich eng wird, wird es schon bald ein Update vom Samstag geben, Zusatztermin in der Jugendwerkstatt. Drückt uns weiter die Daumen…
Grüße von NoName und Generalli

09.07.2011

Jo, Samstagmorgen 10.00 Uhr Sondereinsatz: Frau Mohr hat meine Teams abgeholt, es sind jetzt nach einigen Unstimmigkeiten wieder wenigstens drei Fahrer (und natürlich Arbeiter). Interessehalber kam noch Herr Schmidt (Techniklehrer) vorbei und konnte die Lenkung mittels angebrachter Stange noch optimieren, also habe ich die Sorge schon mal los. Nach zwei besuchen beim Radhändler fehlen uns zum guten Schluss noch Teile für meine linke Hinterbremse, aber was soll‘s, ich werde zum guten Schluss noch heute mal zur Probe auf der offiziellen Rennstrecke  fahren. Leider gingen dabei wieder Schweißnähte auf und nach zwei Testfarten ist Ende Gelände für Generalli, schade, schade

Aber jetzt zu mir, denn ich bin NoName, nochmal einige Details optimiert, dann noch Ösen zum Schleppen (braucht man laut offiziellen Rennbedingungen) und am späten Nachmittag zog und gemeinsam mit den Fahrern Frau Mohr zur Rennstrecke. Sehr idyllisch gelegen, wer hätte gedacht, dass selbst in solch grünen Wiesen einfach so auch bei mir eine Schweißnaht aufgeht?? Bei mir war‘s schon nach der ersten Fahrt vorbei…

Am Mittwoch ist die letzte Chance, überhaupt fertig zu werden, mal schauen, vielleicht noch ein paar Details, ich halte euch auf dem Laufenden…erschöpfte Wochenend-Grüße von NoName und Generalli

13.07.2011

Heute geht’s schon morgens los, ich hab noch ne Menge, was gemacht werden muss. Zuerst bekomme ich nun endlich meine linke Hinterbremse und eine ordentliche Portion Rostschutzlack. Außerdem zwecks bessere Aerodynamik eine knallrote Haube vor den Latz, das sieht ganz schön chic aus.

Zum Schluss mussten noch die Schweißverbindunge am Boden erneuert werden, da hat mich der Hans Riehm gerettet, die Jungs waren ziemlich frustriert, dass es vorher nicht gehalten hat, aber jetzt bin ich fertig, eventuell bekomme ich am Samstag vor meinem großen Auftritt noch ein paar optische Zusätze. Ne Heckflosse hab ich schon heute bekommen, also am Samstag noch das Finish, das Rennen beginnt am Samstag um 13.30 Uhr in Stupferich auf einem Feldweg in Anschluss an die Windelbachstraße. Hoffe, wir sehen uns ☺ euer Generalli
Hier noch kurz ein paar Sätze von mir, ich bekam einen Namenszug in Rotgold aufgesprüht und meine letzte Schweißnaht „genäht“, außerdem auch noch sicherheitshalber zwei Schutzbögen aus Holz für die Hände, sowie auch verschiedene Schutzpolster für die Fahrer, ähnlich wie bei Generalli…

…und nun bin ich fertig! Darf ich mich vorstellen: NoName, jetzt muss ich noch die Aufregung für den Samstag in den Griff bekommen, bis dahin ruhe ich mich mal lieber noch in der Garage der Jugendwerkstatt aus, bin von den Anstrengungen und Aufregungen der letzten Wochen müde…gähn……

16.07.2011

Es ist so weit, „unser“ großer Tag ist gekommen. In der Jugendwerkstatt ist um 11.00 Uhr schon richtig was los, dabei dauert‘s noch bis 13.30 Uhr, da soll der offizielle Start sein. Generalli bekommt noch das letzte Tuning: roter und schwarzer Lack und ein paar „Ralleystreifen“.

Zum Schluss sieht das also so aus:

Es folgten noch einige Testfahrten auf dem Gelände bei der Jugendwerkstatt und dann hieß es warten, denn „NoName“ hatte noch letzte Schwierigkeiten mit der hinteren Achse, die musste noch endgültig mit einem Holz-Unterbau am Boden fixiert werden.

Ja, und dann ging‘s los, das dachten wir beide jedenfalls, also rollten wir locker bis zur Einmündung in die Straße, wo wir an ein Auto angehängt werden sollten, was auch wunderbar funktioniert hat. Leider ist das Fahrzeug zu schnell und zu ruckartig angefahren, sodass „NoName“ kippte und mit der vorderen linken Ecke in den Asphalt einstach, aua!! Sein Fahrer hat den schnellen Abgang gemacht, zum Glück ist dem nichts passiert, doch „NoName“ war somit direkt aus dem Rennen, ein Wahnsinns-Achter am linken Hinterrad, und das so kurz vor dem Start. Es half nichts, ich musste „NoName“ in der Jugendwerkstatt zurücklassen und ließ mich zur Rennstrecke ziehen.
Wie man sehen kann, kamen jede Menge Zuschauer, u. A. auch ca.  25 Jugendliche Betreuer, Lehrer und sogar unser Einrichtungsleiter Herr Schrenk vom Augustinusheim, also der Fanclub für „Generalli“ war gesichert.

Hier seht ihr mich im zweiten Durchgang den Berg runter sausen, mein Steuermann hatte sogar noch Zeit zum Winken…

Die erreichten Geschwindigkeiten lagen bei ca 45 km/h, was mir und den beiden Jungs den 5. Platz einbrachte. Nach dem zweiten Renndurchlauf wurde ich zusammen mit den anderen Kisten nochmal bis zu den Zuschauerrängen gezogen, damit mich nochmal viele Leute bewundern ☺ konnten. Schließlich gab es auch noch Wertungen in den Kategorien Kreativität und Design. Naja, die gingen dieses Mal (noch) nicht an mich, vielleicht beim nächsten Mal.
Hier zeige ich euch mal die Medaille, von denen jeder der beiden Fahrer eine bekommen hat:

Nach einem rasanten und aufregenden Renntag waren wir gegen 17.00 Uhr zurück in der Jugendwerkstatt. Am kommenden Mittwoch werden wir auf den Hellberg umziehen, vielleicht können im nächsten Schuljahr wieder einige Jungs im Rahmen einer Seifenkisten-AG an uns weiter rumbasteln…bis dahin halten wir mal ein Sommerschläfchen, war doch ne anstrengende Zeit.

Aber bevor wir uns zur (Sommer-)Ruhe setzen… möchten wir uns ganz herzlich bedanken…und zwar bei den 5 Jungs vom St..Augustinusheim, Herrn Grünling (technischer Support), Herrn Schmidt (Lenkung und Ersatzteile), Frau Mohr (die die grundlegend die Idee des ganzen Projekts hatte), Monika und Hans Riehm (die uns tatkräftig in der Stupfericher Jugendwerkstatt zur Seite standen), Peter Eyerer (Leiter der Jugendwerkstatt, ohne den das Projekt gar nicht angelaufen wäre), Dörthe Krause (vom TheoPrax-Zentrum am Fraunhofer Institut (ICT) in Pfinztal), Richard Beintner (für die spontane Unterstützung in der Jugendwerkstatt), und den beiden Studenten Phillip und Niclas (die uns gerade in der letzten „heißen Phase“ tatkräftig angepackt haben)
Wir hoffen, dass wir noch einige Rennen in Zukunft fahren, vielleicht sieht man sich irgendwann mal wieder…
Es grüßen Euch alle bis dahin
„Generalli“ und „NoName“