Antigewalttraining „ProCedo“

Auf der Grundlage erprobter professioneller und ganzheitlicher Konzepte arbeiten unsere speziell ausgebildeten Pädagog(inn)en (Box-Instructor, Antiaggressivitätstrainer,…) mit den Jugendlichen an deren Aggressionsproblematik. Die Jugendlichen sollen lernen, ihre Aggression nicht gegen andere oder gegen sich selbst zu richten.
Ziel ist es, dass die jungen Männer prosoziale Verhaltensweisen eintrainieren, die ihnen die Integration in die Gesellschaft ermöglichen.

Der Titel „ProCedo“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt: hervortreten, vorwärts schreiten, sich zeigen, Fortschritte machen.
Dieses Training wird in Form eines Wochenendseminars (Fr. – So.) angeboten und findet zweimal jährlich statt. Die Teilnahme am Seminar ist für jeden neu aufgenommenen Jugendlichen verpflichtend und Grundvoraussetzung für die Teilnahme am weiterführenden, wöchentlich stattfindenden Training.

Kontext und Konzeption des Seminars

Das Box-Seminar „ProCedo“ wendet sich an männliche Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Es eignet sich als Präventivmaßnahme, insbesondere auch für Jugendliche, in deren Umfeld Gewalt schon in Erscheinung getreten oder sogar eskaliert ist.
Das Seminar soll Fairness und Regelkonformität vermitteln. Es dient insbesondere dazu, die eigenen Aggressionen zu kontrollieren und zu beherrschen.
Als zentrale Themen werden im Seminar Regelkunde und Konsequenzen der Verstöße, Verantwortung, Aggressionen, Kampf und Gewalt behandelt.
Junge Männer benötigen Raum, um ihre Kräfte zu messen und ihren Kampfgeist zu kultivieren. Das Seminar dient dazu, sie einerseits in Kontakt mit ihrer eigener Kraft zu bringen und andererseits ihre Selbstkontrolle zu schulen. Dazu gehört, dass sie auch ihre „dunklen“ und verletzlichen Seiten kennen lernen und die eigenen Grenzen (sowie die der anderen Teilnehmer) wahrnehmen und akzeptieren.

Regeleinhaltung, sowie der bewusste Umgang und die direkte Konfrontation mit Konsequenzen von Regelverletzungen sind wesentliche Komponenten des gesamten Seminarprozesses.
Das Seminar bietet den Teilnehmern einen geschützten Rahmen, um sich mit Inhalten auseinander zu setzen, die sonst häufig tabuisiert werden. Gefühle von Niederlage, Angst, Schmerz und Ohnmacht finden genauso ihren Platz wie der Umgang mit dem Sieg, der Kraft, der Lebenslust und der Erkenntnis eigener Stärke.

Wir benutzen im Seminar das Boxen als Medium, weil es für junge Männer ein faszinierendes Erlebnis und eine Herausforderung darstellt. Die Teilnahme an einem Boxkampf stellt eine Grenzerfahrung dar, die den Teilnehmern viel über ihre Fähigkeiten und Grenzen vermittelt. Sparring und Wettkampf werden zum Transfer der Lerninhalte (Selbst- und Fremdwahrnehmung) auf Video aufgezeichnet und gemeinsam ausgewertet.

Die jungen Männer kommen durch diese Maßnahme in Kontakt zu sich selbst und entdecken ihr Energiepotential. Die Situation des jungen Menschen, der allein einem gleichstarken Gegner im Ring gegenüber steht, bietet ebenso wie die gruppendynamische Entwicklung während des Seminars die Ansatzpunkte für die Auseinandersetzung mit den Themen Kampf, Aggressionen, Gewalt, Angst und (Selbst-) Vertrauen.

Gruppenstärke
Die Gruppenstärke sollte zwischen 10 und 18 Jugendlichen betragen.

Zeitrahmen
Das Seminar beginnt am Freitagabend und dauert bis Sonntagabend.


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