Intensivwohngruppen

Angebot für männliche Jugendliche mit sexuell abweichendem und übergriffigem Verhalten

Im Rahmen des stationären Angebotes zweier pädagogisch-therapeutischer Intensivwohngruppen (§§ 27, 34, 35a, 41 SGB VIII) stellen wir 16 Plätze für männliche Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren zur Verfügung, die sexuell übergriffig geworden sind.

Wir halten diese Problematik für sehr gewichtig und nehmen diesbezüglich innerhalb der Jugendhilfelandschaft eine konzeptionelle Unterversorgung wahr. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass dieser Problematik in einem speziell dafür entwickelten Setting mit enger Tagestruktur und intensivem pädagogisch-therapeutischem Rahmen adäquat begegnet werden kann und muss.

„Tätertherapie ist Opferschutz!“

Hierfür halten wir ein Angebot vor. In den Intensivwohngruppen Makarenko und Korczak werden jeweils bis zu acht Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren mit sexuell abweichendem und übergriffigem Verhalten vollstationär aufgenommen. Im Rahmen eines deliktorientierten, integrativen Programms betreuen und fördern wir diese jungen Menschen intensiv. Wir unterstützen sie dabei, die Verantwortung für ihre sexuellen Übergriffe und ihr Fehlverhalten zu übernehmen, um damit den Grundstein für eine Veränderungsmotivation zu legen. Ist dies gelungen, so entwickeln wir gemeinsam mit den Jugendlichen eine veränderte positive Lebensperspektive, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung eines angemessenen Sexualverhaltens.

Wir arbeiten integrativ, d.h. deliktorientiert, lösungsorientiert, und ressourcenorientiert – und dabei mit einem hohen Maß an Transparenz zwischen dem pädagogischen und dem therapeutischen Bereich. Wir lassen unsere Jugendlichen sehr genau ihre Sexualtaten und die einzelnen Schritte auf dem Weg dorthin anschauen (deliktorientiert). Wir erarbeiten mit unseren Jugendlichen neue, positive Auswege für künftige vergleichbare Situationen, übrigens nicht ausschließlich für Sexualdelikte, sondern auch für festgefahrene, verletzende Verhaltensweisen im Alltag (lösungsorientiert).

Und wir machen die Erfahrung, dass wir unsere Jugendlichen nur zu einer echten Mitarbeit gewinnen, wenn wir auch ihre Stärken immer wieder sehen, betonen, und fördern (ressourcenorientiert). Unser pädagogisch-therapeutisches Personal ist für dieses hochkomplexe Aufgabenfeld besonders ausgesucht und speziell geschult.

Für Rückfragen jeglicher Art stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.


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