Vier Fragen zu Unesco-Projektschule (BNN, 17.10.2014)

Das St. Augustinusheim in Ettlingen darf sich ab heute anerkannte Unesco Projektschule nenn. Angeregt wurde das Projekt vom Leiter Andreas Schrenk.

Globales Bewusstsein

BNN, 17.10.14_NEW_0001War es ein langer Weg bis zur heutigen Zertifizierung?

Andreas Schrenk: Ja, das kann man so sagen. Vor vier Jahren haben wir damit begonnen. Über Jahre muss die Schule den Nachweis erbringen, dass sie im Sinne der Unesco wirkt, dass sich in ihrem Profil Vorgaben wiederfinden wie Schutz der Menschenrechte, Tolerant, Armut und Elend bekämpfen.

Was bedeutet das nun fürs Augustinusheim – wie wirkt sich das auf den Schulalltag aus?

Andreas Schrenk: Die entsprechenden Themen fließen in den Unterricht mit ein. Dadurch wird Interesse geweckt, vielleicht sogar ein globales Bewusstsein geschaffen. Es geht vor allem um den Blick über den Tellerrand. Und wir haben eine Arbeitsgruppe Unesco.

Was waren für Sie in den vergangenen vier Jahren die eindrücklichsten Ereignisse auf dem Weg zur Unesco-Schule?

Andreas Schrenk: Unsere Buben starteten eine Hungeraktion. Drei Tage lang haben sie bewusst gehungert, um selbst mal zu erfahren, was Hunger eigentlich bedeutet. Oder ich denke da an unser Burkina-Faso-Projekt, als einige unserer Jugendlichen – in Begleitung – nach Afrika flogen und dort in einem Dorf in Burkina Faso mit den Menschen einen Fußballplatz anlegten.

Das Projekt wurde evaluiert. Was kam dabei – in Kurzform bitte – heraus?

Andreas Schrenk: Alle befragten Jugendlichen fanden es gut, dass das Augustinusheim eine Unesco-Projektschule werden möchte. Es wurde aber auch der Wunsch geäußert, dass sich mehr Jugendliche aktiv an der Arbeitsgemeinschaft beteiligen sollten. Text/Foto: kdm